Eberswalde, 11. Mai 2025 – In Eberswalde haben am Wochenende mehrere hundert Menschen an einer Demonstration teilgenommen, die sich für ein Verbot der Alternative für Deutschland (AfD) aussprach. Die Veranstaltung wurde von einem Bündnis lokaler Initiativen organisiert, zu dem unter anderem „Gemeinsam stark“, „Unteilbar Eberswalde“ sowie „Studies und Schülis gegen Rechts“ gehörten.
Der Protestzug führte durch die Innenstadt der Kreisstadt im Barnim und endete mit einer Kundgebung auf dem Marktplatz. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich etwa 300 Personen, während die Polizei von rund 200 Teilnehmern sprach. Die Demonstration verlief laut Polizei friedlich und wurde als lautstark, aber gewaltfrei beschrieben.
Trotz der aktuellen Aussetzung der Einstufung des Verfassungsschutzes, die die gesamte AfD vorerst nicht mehr als gesichert rechtsextrem einstuft, betonten die Organisatoren, dass die Partei weiterhin als rechtsextrem eingestuft werde. „Auch wenn der Verfassungsschutz zunächst die Gerichtsentscheidung abwartet, ändert dies nichts an der gründlichen Beurteilung, dass die AfD die Menschenwürde missachtet und rechtsextremistische Positionen vertritt“, erklärte ein Sprecher der Initiativen.
Die Redner bei der Kundgebung äußerten Bedauern darüber, dass die AfD trotz ihrer ausgrenzenden und intoleranten Politik in Teilen der Bevölkerung Unterstützung finde. Sie forderten ein Verbot der Partei, um ihre Strukturen zu zerschlagen und die staatliche Finanzierung durch Steuergelder zu beenden.
In der politischen Landschaft des Barnim und Eberswalde stellen die Rechtspopulisten die stärkste Fraktion im Kreistag sowie in der Stadtverordnetenversammlung. Der Direktkandidat der AfD vertritt zudem den Wahlkreis im Brandenburger Landtag.
Viele Demonstranten brachten kreative Botschaften auf Plakaten zum Ausdruck, darunter Slogans wie „EkelhaAfD“, „Remigriert Euch ins Knie“, „Hass macht hässlich“, „Menschenrechte statt rechte Menschen“ oder „Würde ist kein Konjunktiv“.