6. Mai 2026

Renaturierung im Panke-Park abgeschlossen: Neuer Graben stärkt Klimaanpassung und Biodiversität

Mit der Bauabnahme am 29. April 2026 ist ein zentraler Abschnitt der Renaturierung im Panke-Park erfolgreich beendet worden. Der betroffene Bereich entlang des Schönfelder Wegs, der sich in südwestlicher Richtung bis zum Teufelspfuhl erstreckt, wurde nach rund sechsmonatiger Bauzeit fertiggestellt. Ziel des Projekts war es, eine bislang unterirdisch geführte Regenentwässerung in ein naturnahes, offenes Gewässer umzuwandeln.

Hintergrund der Maßnahme war der sanierungsbedürftige Zustand der bestehenden Rohrleitungen, über die bislang Oberflächenwasser aus einem angrenzenden Gewerbegebiet sowie vom Schönfelder Weg abgeführt wurde. Da eine Instandsetzung der maroden Infrastruktur nicht mehr möglich war, entschied man sich für eine grundlegende Umgestaltung: Die alten Rohre wurden entfernt und durch einen neu angelegten, offenen Graben ersetzt.

Dem Bauvorhaben ging ein zweijähriges Planfeststellungsverfahren beim Landesamt für Umwelt voraus. Im Zuge dessen wurden umfangreiche Auflagen formuliert, darunter eine ökologische und archäologische Baubegleitung sowie die Einbindung eines Schadstoffmanagers während der Bauphase. Bereits im Vorfeld wurden Schutzmaßnahmen für die lokale Tierwelt umgesetzt. Dazu gehörten unter anderem die Erfassung und Umsiedlung von Zauneidechsen sowie Baumpflegeschnitte außerhalb sensibler Brutzeiten.

Für die Planung und Bauüberwachung war das Berliner Büro Neumann Gusenburger Landschaftsarchitekten verantwortlich. Die bauliche Umsetzung erfolgte durch die Engron GmbH aus Bad Freienwalde.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 520.000 Euro. Ein Teil der Finanzierung, insbesondere für Pflanzmaßnahmen und deren Pflege, wurde über Fördermittel der KfW aus dem Programm „Nationaler Klimaschutz für Kommunen“ bereitgestellt.

Neben der Verbesserung der wasserwirtschaftlichen Situation verfolgt die Maßnahme vor allem ökologische Ziele. „Mit der Herstellung des offenen Grabens schaffen wir sowohl einen Retentionsraum bei Starkregen- und Hochwasserereignissen als auch neue Lebensräume für Kleintiere, Insekten und Vögel“, erläutert Torsten Balk, zuständig für Tiefbau und Grünflächen im städtischen Bauamt.

Ergänzend wurden im gesamten Bereich zahlreiche neue Stauden, Gehölze und Bäume gepflanzt, die durch ihre Blüten- und Fruchtvielfalt langfristig zur ökologischen Aufwertung des rund 19 Hektar großen Parks beitragen sollen. Ziel ist es, die Anlage insgesamt widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.

Quelle: Regio1, Foto: Stadt Bernau/Torsten Balk