Nach einer Bauzeit von zwei Jahren wurde am 6. Juni 2025 die August-Bebel-Straße in Bernau wieder für den Verkehr freigegeben – und das sogar im Beisein vieler Anwohnerinnen und Anwohner. Gleichzeitig ist auch die Börnicker Straße wieder befahrbar. Damit ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen in der Innenstadt nach langer Bauphase wieder offen und flüssiger nutzbar.
Bürgermeister André Stahl zeigte sich sehr zufrieden: „Wir sind froh, dass diese Bauphase erfolgreich abgeschlossen ist und der Verkehr in unserer Stadt an dieser Stelle wieder reibungslos läuft.“ Gemeinsam mit Vertretern des Landesbetriebs Straßenwesen, der Stadtwerke Bernau, des Wasser- und Abwasserverbands Panke-Finow, den am Bau beteiligten Firmen sowie den Anwohnerinnen und Anwohnern wurde das Band feierlich durchschnitten.
Der grundhafte Ausbau der August-Bebel-Straße war notwendig geworden, weil die Straße und die Gehwege stark abgenutzt waren, die Regenentwässerung in Teilen nicht funktionierte und wildes Parken zu Problemen führte. Die Straße ist Teil der Landesstraße L30 und liegt vollständig innerhalb der Bernauer Ortsdurchfahrt. Der Bauabschnitt erstreckt sich über ca. 335 Meter. Das Projekt wurde als Gemeinschaftsinitiative der Stadt Bernau, des Landesbetriebs Straßenwesen, der Stadtwerke Bernau und des Wasser- und Abwasserverbands Panke-Finow umgesetzt.
„Wir sind sehr zufrieden mit der Umsetzung“, berichtet Simone Rochow, die Leiterin des Bauamts. „Der Baubeginn war am 17. Juli 2023, und das Ende ist wie geplant nach gut zwei Jahren erreicht.“ Die Gesamtkosten für das Projekt lagen bei rund 5 Millionen Euro. Auf den 335 Metern wurde die Straße mit einer Breite von 6,50 Metern grundhaft erneuert, inklusive Fahrbahn, Zufahrten, Stellflächen und Gehwegen.
Im Rahmen der Arbeiten wurden außerdem zwei Doppelbushaltestellen eingerichtet, die Straßenbeleuchtung durch 22 moderne LED-Leuchten erneuert, ein einseitiger Parkstreifen sowie beidseitige Gehwege angelegt. Auch die Regenentwässerung und die Nebenanlagen wurden komplett erneuert. Die gesamte Maßnahme erfolgte in drei Bauabschnitten, um den Verkehrsfluss möglichst wenig zu stören.
Ein besonderes Highlight ist das Regenrückhaltebecken an der Waschspüle, das die Regenwasserableitung deutlich verbessert. Zudem wurden alle Versorgungsleitungen – Trinkwasser, Telekommunikation, Strom – neu verlegt. Auch die Fernwärmeleitung wurde erneuert, was in enger Zusammenarbeit mit den Stadtwerken erfolgte.
Bereits im Herbst letzten Jahres wurde der erste Bauabschnitt zwischen Eberswalder Straße und Parkstraße freigegeben. Die abschließende Abnahme für das gesamte Projekt fand am 2. Juni 2025 statt. Im kommenden Herbst werden zudem 20 robuste Bäume wie Amberbäume, Pyramiden-Hainbuchen und Säulen-Eichen gepflanzt, um die Straße grüner und einladender zu gestalten. Die Baumscheiben werden außerdem mit extensiven Staudenmischpflanzungen gestaltet.
„Die Begrünung der Straße ist uns sehr wichtig“, betont Rochow. „Sie trägt zur angenehmen Atmosphäre bei.“ Die Stadt Bernau bedankt sich herzlich bei allen Anwohnerinnen und Anwohnern für Geduld und Verständnis während der Bauzeit. Ein Dank gilt auch den beteiligten Firmen: der Bietergemeinschaft AS+BE GmbH, TRP Bau, RAKW, IB Muth sowie die Bauregie GmbH.