6. Mai 2026

Modernisierung am Finowkanal: Minister Crumbach informiert sich vor Ort über Baufortschritt

Eberswalde, 27. April 2026 – Seit 2023 wird entlang des Finowkanal an der umfassenden Modernisierung mehrerer Schleusenanlagen gearbeitet. Am 25. April hat sich Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach gemeinsam mit Landrat Daniel Kurth sowie weiteren Vertretern aus Region und Zweckverband über den aktuellen Stand der Maßnahmen informiert.

Erste Station des Besuchs war der Stadthafen Liebenwalde am “Langen Trödel”. Dort empfing Bürgermeister Jörn Lehmann die Delegation. Der westliche Abschnitt des Finowkanals, der sogenannte “Lange Trödel“, wurde vor rund zehn Jahren im Rahmen eines Projekts der Wassertourismus Initiative Nordbrandenburg wieder für den Schiffsverkehr geöffnet. Seither hat sich die Strecke zu einem stark frequentierten Revier für Freizeitkapitäne entwickelt. Der Stadthafen gilt als Beispiel für die gelungene Verbindung von touristischer Nutzung und regionaler Wertschöpfung.

Im Rahmen des Termins verwies Minister Crumbach auf eine Anpassung der Landes-Charterbootverordnung. Künftig sollen auch der Ruppiner Kanal sowie die Ruppiner Wasserstraße zwischen Oranienburg und der Schleuse Alt-Friesack als führerscheinfreies Charterrevier ausgewiesen werden. Damit könnten Boote unter 15 Metern Länge und mit begrenzter Geschwindigkeit ohne Bootsführerschein genutzt werden. Ziel sei es, den Wassertourismus in der Region weiter zu stärken.

Im Anschluss besuchte die Delegation die Schleuse Ruhlsdorf. Dort befinden sich die Bauarbeiten in der abschließenden Phase. Während die Außenanlagen weitgehend fertiggestellt sind, laufen derzeit die letzten technischen Abstimmungen.

Dazu zählen unter anderem die Feinjustierung der Sensorik sowie Tests des automatisierten Betriebs.

In den kommenden Wochen sind umfangreiche Probephasen geplant, bevor der reguläre Betrieb aufgenommen werden soll.

Letzte Station des Rundgangs war die Schleuse Kupferhammer in Eberswalde. Sie ist Teil eines zweiten Bauabschnitts zur Sanierung weiterer Schleusen. Aufgrund der innerstädtischen Lage gelten hier besondere Anforderungen an Planung und Umsetzung. Parallel entsteht in unmittelbarer Nähe ein neues Wohnquartier mit rund 260 Einheiten, was die Bedeutung des Finowkanals als Standortfaktor für die Stadtentwicklung unterstreicht.

Der Vor-Ort-Termin verdeutlicht die enge Zusammenarbeit zwischen Land, Landkreis und regionalen Akteuren. Ziel bleibt es, den Finowkanal langfristig als touristische und wirtschaftliche Achse zu stärken. Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenderen Strategie, mit der die Region gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern zu einem der führenden Wassertourismusgebiete im europäischen Binnenland entwickelt werden soll.

Quelle: Regio1, Bild: 260425 – Zweckverband Region Finowkanal