6. Mai 2026

Internationaler Museumstag 2026: Museum Eberswalde öffnet Depot und bietet Führungen

Anlässlich des Internationalen Museumstags am 17. Mai 2026 beteiligt sich das Museum Eberswalde mit einem erweiterten Programm an zwei Standorten. Zwischen 11 und 17 Uhr erhalten Besucherinnen und Besucher sowohl im Museumsdepot als auch im Haupthaus in der Steinstraße 3 Einblicke in die Sammlungsarbeit und die regionale Geschichte. Der Eintritt ist an diesem Tag kostenfrei.

Erstmals öffnet das sonst nicht öffentlich zugängliche Depot seine Türen für die Öffentlichkeit. Unter dem diesjährigen Motto „Engagiert für unsere Museen“ werden dort ausgewählte Bestände der mehr als 100 Jahre gewachsenen Sammlung präsentiert. Seit 2024 ist diese im ehemaligen Kreisarchiv Barnim untergebracht, wo die Objekte nach musealen Standards gelagert werden. Zum Bestand zählen unter anderem Möbel, Keramik, Skulpturen, Textilien und historische Dokumente. In geführten Rundgängen erläutern Mitarbeitende und Ehrenamtliche zentrale Aufgaben der Museumsarbeit – von der Sammlung und Konservierung bis hin zur Forschung und Vermittlung.

Der Internationale Museumstag ist für uns eine wichtige Gelegenheit, die Arbeit hinter den Kulissen sichtbar zu machen und zugleich das Engagement unseres Teams sowie unserer Ehrenamtlichen zu würdigen“, erklärt Museumsleiterin Birgit Klitzke. Führungen durch das Depot werden um 11 Uhr und 13 Uhr angeboten; die Teilnehmerzahl ist auf jeweils 15 Personen begrenzt, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Parallel dazu lädt das Museum in der Steinstraße 3 zu mehreren Führungen und Ausstellungsbesuchen ein. Untergebracht in der historischen Adler-Apotheke, dem ältesten Fachwerkhaus der Stadt, vermittelt die Dauerausstellung auf rund 700 Quadratmetern Einblicke in die Haus-, Stadt- und Regionalgeschichte. Zu den herausragenden Exponaten zählt eine vollständige Nachbildung des Eberswalder Goldschatzes, eines bedeutenden bronzezeitlichen Fundes.

Ergänzt wird das Angebot durch aktuelle Sonderausstellungen. Im Dachgeschoss wird das Lebenswerk der Eberswalderin Luise Wiegand gewürdigt, die unter anderem an der Biotopkartierung im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin beteiligt war. Eine weitere Ausstellung zeigt historische Kartenwerke mit Bezug zum Barnim und dem Ort Tuchen, künstlerisch überarbeitet von dem Berliner Künstler Klaus Zolondowski.

Das Führungsprogramm umfasst um 11 Uhr und 12 Uhr Rundgänge durch die Sonderausstellung „Tuchener Kartenwerke“ mit Stephan Felsberg vom Verein Fachwerkkirche Tuchen e.V. sowie um 13 Uhr und 14 Uhr Führungen durch die Dauerausstellung. Auch hierfür wird um Anmeldung gebeten.

Musikalisch begleitet wird der Tag von der Harfenistin Paula Towadei Conrad, die im Rokoko-Salon mit ihren Darbietungen für eine besondere Atmosphäre sorgt.

Mit dem vielfältigen Programm lädt das Museum Eberswalde dazu ein, die Einrichtungen aus neuen Perspektiven zu entdecken und einen Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit zu werfen.

Quelle: Regio1, Foto: Museumsleiterin Birgit Klitzke und Volontärin Nina Lawryniuk im Museums-Depot Eberswalde © Stadt Eberswalde / Lars Wiedemann, Paula Towadei Conrad © helixmedia.de